Wir hielten, weil das Fenster beschlug und Krusten knisterten. Der Bäcker öffnete, reichte Endstücke, erklärte langsam die Teigruhe und schlug vor, in zwanzig Minuten wiederzukommen. Der zweite Ofendurchlauf verwandelte Geduld in goldene Ränder. Als wir später weiterrollten, wirkte selbst Kopfsteinpflaster weich, und der ganze Kiez duftete nach jemandem, der seine Hände seit Jahrzehnten in dieselben Schüsseln taucht.
Ein falsch gedeutetes Abbiegeschild führte in eine Seitenstraße mit dampfenden Töpfen. Eine ältere Dame nickte, füllte eine kleine Schale, stellte Chilischale daneben und erzählte von ihrem Bruder, der Kräuter im Hof zieht. Der Löffel brannte, aber freundlich. Wir blieben länger, hörten Geschichten, sahen Nachbarn lachen. Der geplante Zeitplan löste sich auf und machte Platz für genau das, was wir gesucht hatten.
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